So entstehen Ihre Eheringe: Produktion Schritt für Schritt erklärt!

Ein Blick in die Manufaktur: Vom Rohmaterial zum fertigen Ehering

Eheringe sind mehr als Schmuck, sie sind tägliche Begleiter. Auf dieser Seite zeigen wir Ihnen anhand von Originalbildern aus der Produktion von Fischer Trauringe, wie Ihre Ringe in einzelnen Arbeitsschritten gefertigt werden. Je nach Modell, Material und Design können Schritte ergänzt, wiederholt oder in anderer Reihenfolge ausgeführt werden. Der Anspruch bleibt aber immer gleich. Präzision, Beständigkeit und ein Finish, das lange Freude macht.

Die wichtigsten Produktionsschritte im Überblick

1) Material & Vorbereitung

Schmelzen, wenn aus Edelmetall die Basis entsteht

Am Anfang steht das Material: Edelmetalle werden erhitzt und aufgeschmolzen, um eine saubere, homogene Basis für die spätere Verarbeitung zu schaffen. Dabei geht es nicht nur um „heiss machen“, sondern um kontrollierte Temperaturen und reproduzierbare Abläufe, damit die Legierung am Ende exakt die Eigenschaften besitzt, die man bei Trauringen erwartet: Härte, Tragekomfort und ein stabiles Farb- sowie Oberflächenverhalten.

Schmelzen von Edelmetall in der Produktion

Granulat – kleine Körner, grosse Kontrolle

Aus dem geschmolzenen Material kann Granulat entstehen: kleine Metallkörner, die sich sehr gut dosieren und weiterverarbeiten lassen. Granulat hilft, Materialmengen präzise zu steuern, besonders dann, wenn verschiedene Legierungen oder Farbtöne verarbeitet werden. Das Ergebnis: maximale Kontrolle über Qualität, Reinheit und Wiederholgenauigkeit.

Granulat aus Edelmetall als Ausgangsmaterial

Ringlager – vorbereitete Rohlinge für Ihre spätere Ringform

Bevor ein Ring seine endgültige Form bekommt, entstehen Rohlinge bzw. Halbzeuge, die je nach Ringmodell als Ausgangsbasis dienen. Im Ringlager werden diese vorbereitet, sortiert und bereitgestellt, damit die anschliessenden Arbeitsschritte effizient und mit gleichbleibender Qualität ablaufen können.

Rohlinge und Halbzeuge im Ringlager

2) Formgebung, aus Material wird ein Ring

Stempeln, präzise Zuschnitte als Grundlage

Beim Stempeln werden Ringe je nach verwendetem Material mit entsprechenden Feingehaltsangaben wie AU 750 oder PL 950 gekennzeichnet, häufig wird dabei zusätzlich das Markenlogo in das Material eingestempelt. Gleichzeitig bezeichnet Stempeln ein Fertigungsverfahren, bei dem definierte Formen präzise aus dem Material herausgearbeitet werden, zum Beispiel durch Ausstanzen oder Vorformen von Teilen, die anschliessend zu einem Ring weiterverarbeitet werden. Entscheidend sind dabei exakte Masse, da sie die spätere Ringweite, das Profil und die Proportionen massgeblich bestimmen.

Stempeln bzw. Ausstanzen von Ringkomponenten

Drehen, die Ringform entsteht millimetergenau

Beim Drehen wird der Rohling auf Maschinen präzise in Form gebracht. Innen- und Aussendurchmesser, Breite und Profil werden dabei exakt nach Vorgabe gefertigt. Gerade bei Trauringen ist diese Präzision spürbar. Der Ring soll angenehm sitzen, nicht drücken und im Alltag stabil bleiben.

Drehen eines Ringrohlings auf der Maschine

Feilen, Kanten, Übergänge und Details werden verfeinert

Nach der maschinellen Formgebung folgt oft das Feilen. Kanten werden sauber gebrochen, Übergänge geglättet und Details herausgearbeitet. Dieser Schritt ist entscheidend für den späteren Tragekomfort, besonders an den Ringkanten und Innenrundungen.

Feilen und Nachbearbeiten eines Rings

3) Handwerk & Finish, der Unterschied, den man sieht

Goldschmied, wo Handarbeit das Design perfektioniert

In der Goldschmiede treffen Erfahrung und Fingerspitzengefühl auf höchste Ansprüche. Je nach Modell werden hier Details angepasst, Oberflächen vorbereitet, Nuten, Fugen oder Designelemente sauber ausgearbeitet und die finale Form kontrolliert. Gerade individuelle Wünsche, etwa spezielle Kanten, Bicolor-Optiken oder besondere Linienführung, profitieren von diesem handwerklichen Feinschliff.

Goldschmiedische Arbeit am Trauring

Fassen, Diamanten und Steine sicher in den Ring setzen

Wenn Ihr Ring mit Diamanten oder anderen Steinen veredelt wird, kommt das Fassen ins Spiel. Dabei werden Steinsitze vorbereitet und die Steine so fixiert, dass sie sicher halten. Je nach Design können unterschiedliche Fassarten eingesetzt werden (z. B. bündig, Krappen, Kanal oder Spannoptik).

Oft wird dieser Arbeitsschritt in mehreren Phasen durchgeführt: vorbereiten, setzen, kontrollieren und abschliessend nochmals fein nacharbeiten, damit Optik und Sicherheit zusammenpassen.

Fassen von Steinen in einem Ehering

Polieren, Glanz, Mattierung und die finale Oberfläche

Polieren ist der Moment, in dem der Ring sichtbar „fertig“ wird. Hier entsteht das gewünschte Finish: hochglänzend, seidenmatt, längsmatt, quer gebürstet oder mit besonderen Strukturen. In dieser Phase werden kleinste Spuren entfernt und die Oberfläche so veredelt, dass sie gleichmässig wirkt und sich angenehm anfühlt.

Polieren eines Traurings für die finale Oberfläche

4) Personalisierung, damit es wirklich „Ihr“ Ring wird

Laser, Gravur, Zeichen und feine Markierungen

Zum Schluss folgt häufig die Laserbearbeitung: Hier werden Gravuren (z. B. Datum, Namen, Koordinaten oder ein persönlicher Satz) präzise eingebracht. Auch feine Markierungen und, je nach Ausführung, weitere technische Kennzeichnungen können via Laser umgesetzt werden. Der Vorteil: sehr sauber, dauerrhaft und detailgenau.

Lasergravur und Markierung bei der Ringproduktion

Qualitätskontrolle, bevor der Ring zu Ihnen kommt

Bevor Ihre Eheringe ausgeliefert werden, werden sie sorgfältig geprüft: Masshaltigkeit (Ringweite), Oberfläche, Symmetrie, Sitz von Steinen sowie das gesamte Finish. Denn erst wenn alles stimmt, ist ein Ring wirklich bereit für den Alltag, und für Ihren grossen Moment.

Beratung & Auswahl bei Oberturm

Sie möchten Ihre Trauringe live sehen, Oberflächen vergleichen oder die passende Ringweite bestimmen? In unserer Beratung unterstützen wir Sie bei Material, Design und Personalisierung, damit Ihre Ringe genau zu Ihnen passen.

Tipp: Bringen Sie gerne Ideen (Fotos, Skizzen, Wunschgravur) mit, wir helfen Ihnen, daraus ein stimmiges Ringkonzept zu machen.

FAQ zur Produktion der Eheringe

Wie lange dauert die Herstellung von Trauringen?

In der Regel dauert die Produktion 2-3 Wochen. Das hängt aber natürlich vom Modell, Material, Steinbesatz und Personalisierung ab. Einfache Ausführungen sind schneller, stark individualisierte Designs benötigen mehr Abstimmungen und zusätzliche Arbeitsschritte.

Kann ich Oberfläche und Profil frei wählen?

In der Regel ja: Glanz, Mattierungen, Strukturflächen sowie unterschiedliche Profile (komfortabel gerundet, kantiger Look usw.) lassen sich meist kombinieren, abhängig vom gewählten Ringmodell.

Wie sicher sind gefasste Steine im Alltag?

Eine fachgerecht ausgeführte Fassung ist für den Alltag konzipiert. Wichtig sind die passende Fassart, regelmässige Checks (z. B. bei intensiver Nutzung) und eine Oberfläche, die zu Ihrem Lebensstil passt.

Kann man die Ringe später anpassen oder aufarbeiten?

Häufig sind Anpassungen (z. B. Ringweite) und Aufarbeitungen (Politur, Mattierung erneuern) möglich. Was sinnvoll ist, hängt vom Ringdesign ab, wir beraten Sie dazu gerne.

Wie entsteht die persönliche Gravur?

Die Gravur wird häufig per Laser sowie Diamantspitze eingebracht. Neben Namen und Datum sind auch Symbole, Handschriften-Optik oder kurze Botschaften möglich (je nach Platz und Schriftart).